Recovery von Backups nach einem Sicherheitsvorfall

Nach einem Cyberangriff oder einem Datenverlust durch Hardwareausfall ist es zwingend erforderlich, dass das Wiederherstellen der betroffenen Daten in kürzester Zeit erfolgt, damit der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. 

Das beste Backup ist nutzlos, wenn es nicht wiederhergestellt werden kann.

Ein regelmäßig getestetes Recovery-Konzept ist entscheidend, um Datenverlust zu vermeiden und die kontinuierliche Verfügbarkeit geschäftskritischer Informationen zu gewährleisten.

Warum sollte ein Recovery Test regelmäßig durchgeführt werden?

  • Identifizierung von Schwachstellen

    Durch regelmäßige Tests können potenzielle Schwachstellen im Wiederherstellungsprozess erkannt werden. Dies ermöglicht es, diese Schwachstellen zu beheben, bevor es zu einem echten Ausfall kommt.

  • Validierung von Wiederherstellungsplänen
    Unternehmen entwickeln Wiederherstellungspläne, um im Falle eines Ausfalls schnell und effizient agieren zu können. Durch regelmäßige Tests können diese Pläne auf ihre Wirksamkeit überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
  • Risikomanagement
    Durch regelmäßige Tests können Unternehmen ihre Risiken besser verstehen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen eines Ausfalls zu minimieren.

  • Sicherstellung der Geschäftskontinuität

    Recovery-Tests helfen sicherzustellen, dass im Falle eines Ausfalls die Geschäftskontinuität so schnell wie möglich wiederhergestellt werden kann, was den finanziellen Verlust und den Rufschaden minimiert.

Wichtige Punkte, die bei regelmäßigen Recovery Tests beachtet werden sollten

Das beste Backup bringt nichts, wenn eine Rücksicherung nicht simuliert und durchgeführt wurde. Welche Probleme kann es bei einem Wiederherstellungsprozess geben?

– Keine Sicherung vorhanden, weil der Sicherungsdatenträger voll ist und keine Benachrichtigung erfolgt ist
– Fehlerhafte / Korrupte Sicherungsdatenträger
– Keine Möglichkeit der Rücksicherung, weil die Hardware des Zielsystems defekt ist
– Es wurde noch keine Rücksicherung simuliert / Es ist kein Bootmedium vorhanden
– Es existiert keine Dokumentation über die Rücksicherung und der Administrator ist im Urlaub

Das sind nur einige wenige Punkte, die es zu beachten gibt.

Eine Rücksicherung sollte regelmäßig – wie eine Notfallübung – geprobt und dokumentiert werden, um für den Ernstfall schnell reagieren zu können.

 

Ein Recovery Test sollte mindestens alle 6 Monate erfolgen, um die Konsistenz des Backups sicherzustellen. Leider erfolgen die Rücksicherungen oder die Kontrolle von Backup Systemen viel zu selten. Es muss nicht immer ein Cyberangriff sein, es kann auch ein Hardwaredefekt, wie ein korrupter Datenträge sein. 

Jörn Schäfer

Geschäftsführer

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